Chris Lee Bone ist ein Bassist mit Leib und Seele. Schon im zarten Alter von 5 Jahren spielte er Bassgeige und wechselte später, als er sich mehr der ernsten Musik zuwandte, zum E-Bass. In der Zeit des prismatischen Artrocks der Achtziger wurde er von internationalen Produzenten als Nachwuchstalent gehandelt. Doch mit der persönlichen Weiterentwicklung in Richtung „K-Land-Music“ nahmen die potentiellen Förderer auch schnell Abstand von Chris Lee und seinen Ideen. Jahrelang hielt er sich in der großen, weiten Welt der Experimentalmusik über Wasser, bis er der Szene schließlich doch den Rücken kehrte.

Im Interview bei RSF 2 (April 2000) erklärte Chris Lee Bone bezüglich des damaligen Sinneswandels:
„Für die meisten von uns war es eine tolle Zeit für eine tolle Musik. Mir persönlich fehlte die Kohärenz. Für ionische Elemente und die vegetative Eskalation eines späten Rory Gallagher oder die kontraminöse Artifikation einer Joan String ließ der Markt einfach keine Luft. Mit dynamischen Frakturen und sogar schlichten Präventivphrasen, wegen derer das breite Bones-Publikum seine Idole heute so mag, war damals noch kein Blumentopf zu gewinnen.“

Bis zur Heimkehr seiner Brüder arbeitete der frustrierte Überflieger in der heimischen Stadtbücherei. Nebenher verdingte er sich zeitweilig beim Domchor als Arrangeur und Melaphonist. Die Heimkehr seiner Brüder und die damit einhergehende Gründung der Bowling Bones und damit den späteren bones war für Chris Lee eine Erlösung.

Chris Lee: „Plötzlich wusste ich, wo ich hingehörte.“